Wespen - Bienen – Hornissen


Immer wieder kann man feststellen, dass die Unterschiede zwischen Bienen, Wespen und Hornissen vielen Menschen gar nicht bekannt sind. Im Folgend möchten wir  die Unterschiede kurz erläutern.

Aussehen


Die in Österreich sehr verbreitete Carnica-Biene ist bräunlich und weist eine Länge von ca. 9 - 14 mm auf. Wespen haben eine ähnliche Größe wie Bienen, Hornissen sind mit bis zu 30 mm Körperlänge wesentlich größer. Sowohl im Flug als auch "zu Fuß" sind Wespen und Hornissen wesentlich flinker als Bienen, die von ihrer Bewegung eher mit Hummeln zu vergleichen sind.

Im Kampf mit einer Wespe oder einer Hornisse hat eine Biene keine Chance - es sei denn, sie tritt in Überzahl an. Den Bienen gelingt es dann, dem Feind die Luft weg zu nehmen oder ihn so stark zu erhitzen, dass er stirbt. Hornissen sind in vielen Gebieten gefürchtete Räuber, die den Bienen die Vorräte stehlen. Die Hornisse ist eine Wespenart, was sich im Aussehen deutlich bemerkbar macht. Optisch betrachtet könnte man sie als Riesenwespe bezeichnen.

Grundsätzlich kann man sagen, dass Wespen und Hornissen schwarz-gelb sind und Bienen eher schwarz-braun. Durch die Zeichentrickserie "Biene Maja" sind viele Kinder (und Erwachsene) jedoch der Meinung, dass Bienen schwarz-gelb sein müssten. Lediglich die in Österreich wenig verbreiteten Buckfast-Bienen tendieren etwas ins gelbliche, sind aber trotzdem noch einfach von Wespen zu unterscheiden.


Umgang


In Anwesenheit von Bienen, Wespen und Hornissen sollte man auf jeden Fall Ruhe bewahren und keine hektischen Bewegungen machen. Dies gilt insbesondere auch für die zwar mit einem Stachel ausgestatteten, jedoch sehr friedlichen Hummeln. An Essenstischen findet man fast immer Wespen. Besonders süsse Speisen wie Kuchen oder Marmelade, aber auch Fleischgerichte und Getränke, locken Wespen an. Bienen fühlen sich dadurch überhaupt nicht angezogen - eine Ausnahme ist der Honig.

Wespen kann man durchaus verjagen, wobei wir  hier nicht unbedingt dazu aufrufen möchten. Bei Bienen und Hornissen sollte man das Verscheuchen tunlichst unterlassen. Sie fühlen sich dadurch provoziert und können schon mal zustechen. Und hier liegt ein wesentlicher Unterschied zwischen den Bienen und den Wespenarten inkl. Hornisse: Bienen sterben, nachdem sie einen Menschen stechen, da ihr Stachel mit einem Widerhaken ausgestattet ist, der in der menschlichen Haut dafür sorgt, dass die Biene den Stachel aus dem Hinterleib gerissen bekommt. Fest steht, dass das Überleben des Volkes weit über dem einzelnen Bienenleben steht.

Wespen und Hornissen überstehen einen Stich in menschliche Haut ohne Folgen. Falls man noch nicht von einem bestimmten Insekt gestochen wurde, sollte man auf allergische Reaktionen achten und im Zweifel einen Arzt aufsuchen.


Überwinterung


Bienen legen für den Winter größere Vorräte an. In einem Bienenvolk leben im Sommer etwa 60.000 Bienen. Im Winter reduziert sich die Anzahl auf oft nur noch 30.000. Bei den Wespen und Hornissen überleben die Arbeiterinnen und die Männchen den Winter nicht. Lediglich die jungen Königinnen treten einen Winterschlaf an, um im Frühling einen neuen Staat zu gründen.



Bienenschwärme


Im Frühsommer, wenn das Bienenvolk die optimale Stärke erreicht (bis zu 60.000 Arbeitsbienen, ca. 2000 bis 3000 Drohnen und eine Königin), kommt es in guten Jahren gelegentlich zur Schwarmbildung und damit zur Bildung eines zusätzlichen Bienenvolkes.

Die Bildung eines Schwarmes läuft folgendermaßen ab: Die älteren, flugerfahrenen Bienen verlassen mit der Königin den Bienenstock. Sie sammeln sich außerhalb der bisherigen Behausung im Freien und lassen sich dabei gerne an einem Ast oder einer Hecke nieder. Sie halten sich aneinander fest und bilden eine etwa fußballgroße Traube, um von dort ganz gezielt nach einer geeigneten Wohnung zu suchen. Bevorzugt werden hohle Bäume im Wald, um dort den Wabenbau wettergeschützt angehen zu können. Wenn der Imker einen leeren Bienenkasten neben den Sammelplatz des Schwarmes stellt, nehmen die Bienen dieses Angebot in den meisten Fällen gerne an.

Das zurück gebliebene Volk besteht nun überwiegend aus Jungbienen und ist nur noch etwa halb so stark - und vor allem ohne Königin! Aber die alte Königin hat vor dem Verlassen des Volkes (schwärmen) noch durch entsprechende Eiablage für Königinnennachwuchs gesorgt, so dass schon bald in dem zurückgebliebenen Volk eine junge Königin reichlich Eier legen wird und sich zwei starke Völker entwickeln.


Wespen- und Hornissennester


Eigenmächtig sollten Sie ein Wespennest nicht entfernen, da ein solches für Sie eine beträchtliche Gesundheitsgefahr darstellt. Wespen verfügen über ein intelligentes Warnsystem. Eine einzige Wespe hat die Möglichkeit, Sie als Angreifer des Wespennestes mit Pheromonen zu markieren, sodass Sie seitens des Wespenvolkes identifiziert werden können.
Entsprechend bringt Flucht nur bedingt Sicherheit, da die Wespen „ihren Feind“ verfolgen.

Wenn man am Wohngebäude oder unter Dach ein Wespennest hat, hilft im Notfall die Freiwillige Feuerwehr Eberstein  fachmännisch!

Sollten auch Sie ein Problem mit Insektennestern bekommen und eine Umsiedlung des Nestes wünschen, steht Ihnen unser Kommandant-Stellvertreter BI Markus Maier (0650/42 03 782) bzw OFM Christian Vergeiner (0664/123 30 18) gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Sie sollten unter keinen Umständen ein Wespen- oder Hornissennest selbständig ausbrennen!!!

Bei Gefahr im Verzug rufen sie die Notrufnummer 122

OBI Mag. Simon Höffernig